Kennt ihr das, wenn ihr von einer Sache so inspiriert seit, dass ihr eure Freude am liebsten der ganzen Welt mitteilen würdet? So ungefähr hat es dieses Jahr für mich angefangen. Später ist es leider nicht mehr so optimistisch gelaufen… auf jeden Fall war es aber ein Abenteuer.

Und das hier ist die Geschichte.

Die ganze Welt war wie gelähmt, und ich mit ihr zusammen. Und das gerade in der Zeit, in der nach unzähligen Vorträgen, Übersetzungsarbeit und Meetings endlich alles wie geschmiert gelaufen ist. Im Februar 2020 konnten wir die erste Ausbildung in der Kops Method in Deutschland starten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine Ahnung, was für ein Abenteuer auf uns in ein paar Wochen zukommen wird.

Nur hier und da erschien in den Nachrichten ein Bericht über ein seltsames Virus in China… Ich persönlich habe dem nicht viel Bedeutung beigemessen. “Ist ja nicht das erste Mal …”, sagte ich mir ohne mir dabei was zu denken.

Die Ausbildung hat in Wuppertal erfolgreich begonnen und wir haben uns auf ihren weiteren Verlauf gefreut. Selbst die zukünftigen Therapeuten konnten nach dem ersten Termin kaum die Fortsetzung abwarten:

“Ich bedanke mich. Es war ein sehr sehr intensives und tolles Wochenende für mich in meinem Leben. Ich habe eine Menge gelernt und werde noch eine Menge lernen. Und da danke ich dir schon jetzt dafür.”
“Wenn du siehst, mit welcher scheinbaren Einfachheit du solche Defizite und Probleme aufdecken und lösen kannst, ist es schon mal was ganz besonderes. Ich bin von der Methode völlig begeistert. Ich freue mich darauf, mehr davon erfahren und lernen zu dürfen.”

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine Ahnung, dass es nicht so einfach sein wird, wie wir gedacht haben …

Plötzlich ist Alles viel komplizierter geworden. Es fing damit an, dass wir Ersatztermine finden mussten (was nie so einfach geht, wenn sich mehrere Menschen abstimmen müssen) und eskalierte in der absoluten Krönung – die Corona-Pandemie in Deutschland. Wenn es uns endlich nach stundenlangen Diskussionen, Telefongesprächen hin und her gelungen ist, uns aufeinander abzustimmen, kam jene lähmende Verkündung aus Tschechien an: “Reiseverbot”. “Na toll! Wie kommen also die Autoren der Methodik zu uns, die die Ausbildung persönlich anleiten?”

Von dem ersten Schock habe ich mich erholt und schon kam das nächste “Versammlungsverbot”. 

“Ach du… Und nun?”

In meinem Kopf sind blitzschnell etliche Szenarien durchgeschossen.

Absagen, verschieben oder weitermachen?